Halber Preis? Kostenteilung als kundenorientierte Win-Win–Situation.

Größere Auswahl an Bildern zum deutlich günstigeren Preis? 
Was anfangs zu gut klingt um wahr zu sein, ist tatsächlich ohne viel Aufwand möglich. Möchten neben dem eigentlichen Auftraggeber (Architekt, Bauträger, …) noch weitere Projektpartner (beteiligte Gewerke, Handwerker, …) Bilder der Fotoproduktion erwerben, geht das über eine Einkaufsgemeinschaft. Diese schließt sich im Vorfeld zusammen und beauftragt einen Architekturfotografen. Das Gute daran, Honorar, Bildbearbeitung, Spesen sowie eventuelle Kosten für zusätzliches Personal werden unter den Partnern geteilt – daher der Begriff Kostenteilung.

90% der Unternehmen zahlen zu viel für gute Architekturfotos.

Uli Koller

Die Beauftragung eines guten Architekturfotografen kann komplex, zeitaufwendig und auch teuer sein. Oft nur, weil Unternehmen dies nicht alle Tage machen und nicht wissen, worauf es ankommt. Viele Firmen geben oft viel zu viel Geld aus oder lassen einfach weniger Projekte fotografieren. Beides dient nicht dem Unternehmen. Kommt Ihnen diese Situation bekannt vor? Dann atmen Sie tief durch und lesen Sie weiter, im weiteren Verlauf des Artikels erkläre ich die Vor- und Nachteile der Kostenteilung nochmals im Detail.

Die Idee ist simpel.
Mehrere Firmen beteiligen sich an einer Foto-Produktion. Sie teilen somit nicht nur die Leidenschaft für ein konkrete Projekt, sondern auch die anfallenden Kosten. Doch was sind nun die genauen Vorteile für alle?

Beispiel: Es gibt kaum Schlimmeres, als wenn Ihre kreative Arbeit auf diversen Webseiten und Portalen mit schlecht aufgenommenen fremden Bildern präsentiert wird. Solche Aufnahmen erzeugen einen schlechten Eindruck der Arbeit aller Beteiligten, und das Nervige ist, sie können im Nachhinein gar nichts dagegen tun. Die Lösung ist konsistentes Bildmaterial, welches von allen beteiligten Gewerke gemeinsam genutzt wird und schlußendlich eine durchgehende und hochwertige Bildsprache für das Projekt sichert.


Beispiel: Nehmen wir an, für ein fertiggestelltes Bürogebäude kommt jeder Auftragnehmer (Architekt, Möbelhersteller, Bodenbelag, Akustiker, Lampenhersteller, …) mit seinem eigenen Fotografen an. Die Besitzer oder Menschen in dem Büro, müssen nun mehrere Aufnahmetermine wahrnehmen und werden irgendwann nicht mehr kooperativ sein. Doch für gute Bilder braucht es auch eine gute Zusammenarbeit. Letztendlich ist die Kostenteilung und somit der Besuch eines einzigen Fotografen die beste Lösung für alle.


Beispiel: Für (Architektur)Fotografen ist eine mehrfache Lizenzierung ein und des selben Bildes immer eine lohnende Sache, denn der Aufwand des Fotografierens und der Bearbeitung schlägt sich nur einmal zu Buche. Im Nachhinein die am Objekt, aber nicht an der Fotoproduktion, beteiligten Firmen zu kontaktieren und das Bildmaterial anzubieten ist oft mühsam und zeitraubend. Umso besser, wenn von Anfang an klar ist, dass mehrere Firmen die Fotos bzw. die Nutzungsrechte darüber erwerben werden.


Beispiel: Ein Architekt beauftragt mich, ein Bürogebäude zu fotografieren. Das Fotografieren für 1 Halbtag, Nachbearbeitung, Bildnutzungsrechte an zB. 12 Bildern plus Reisekosten kostet insgesamt knapp 1.700 Euro.
Nun, an der Fertigstellung dieses Projekts waren aber mehr Akteure beteiligt als nur der Architekt. Womöglich ein Tischler, ein Anbieter von Bodenbelägen, ein Innenarchitekt, ein Lieferant von Fenster & Türen, der Fassadenbauer, …. Der Architekt schließt sich im Vorfeld mit 2 dieser Partnern zusammen, die durch deren Erwerb der Nutzungsrechte an den Bildern zu je 600 Euro nun eine Einkaufsgemeinschaft bilden. Am Ende des Projekts werden die Gesamtkosten abzüglich der Nutzungsrechte einfach durch die Anzahl der Parteien geteilt. Das ergibt anteilige Projektkosten von unter 1.000 Euro und eine Ersparnis von 41 Prozent für jeden. Verglichen zur separaten Beauftragung, stellt die Kostenteilung eine beträchtliche Kosteneinsparung mit zusätzlichem Nutzen dar! Hier nochmals das Preisbeispiel im Detail:

Partnermodell
Cost Sharing
alleiniger
Auftraggeber
Auftraggeber
+ 1 Partner
Auftraggeber
+ 2 Partner
Honorar Fotograf*
anteilige Kosten pro Partner:
500,—275,—200,—
Nachbearbeitung
anteilige Kosten pro Partner:
480,—240,—160,—
Nutzungsrechte A
Kosten pro Partner:
600,—600,—600,—
Spesen (zB Reisekosten)
anteilige Kosten pro Partner:
108,—54,—36,—
Gesamtsumme pro Partner1.688,—
(kein Vorteil)
1.169,—
(minus 31 %)
996,—
(minus 41 %)
* Pro zusätzlicher Partei wird ein Aufschlag von 10% für die Koordination eingehoben.

Jetzt werden die Vorteile einer Kostenbeteiligung deutlich. Bilder, die zunächst teuer erschienen, sind für alle viel billiger geworden. Die Kosten sind von einem beträchtlichen Betrag auf eine überschaubare Summe gesunken, welche auch für kleinere Unternehmen leicht erschwinglich ist.


Wir empfehlen Ihnen, zuerst die Idee mit 1-3 Partnerfirmen zu teilen, verlinken Sie diese zu dieser Seite und suchen dann das Gespräch mit mir, um zu sehen, ob sich das Objekt dafür eignet und wie groß das Potential der Kostenteilung und der damit verbundenen Ersparnis sein kann.

Die Einkaufsgemeinschaft sollte sich vor Produktionsbeginn zusammenschließen und beauftragen. Wir wissen, jeder Partner hat unterschiedliche Bedürfnisse bei der Wahl der Motive bzw. oder legt den Fokus auf andere Details oder Gewerke. Gerne gehen wir in einem (Online)treffen auf Bildwünsche ein, erstellen eine Motivliste oder versuchen Renderings so detailgetreu wie möglich umzusetzen. Jede Partner soll sicher gehen können, genau die Bilder zu erhalten, die er für seine Zwecke benötigt.

Ich empfehle, das Projekt mit 1 bis 3 weiteren Parteien zu teilen. Je mehr Teilnehmer an Bord sind, desto höher ist zwar die Ersparnis – aber auch der Aufwand bei der Organisation. Aus Erfahrung heraus wissen wir, daß das Cost Sharing Modell die besten Ergebnisse produziert und am effizientesten funktioniert, wenn sich eingespielte und vertraute Teams zusammenschließen. Das können z.B. ausführende Firmen und Gewerke (z.B. die bevorzugte Tischlerei, Fenster- und Türenhersteller, …) sein, denen man vertraut und schon lange zurückgreift. Wichtig ist eine schriftliche Zusage über die Beteiligung an der Einkaufsgemeinschaft vor Produktionsbeginn, die Abrechnung erfolgt dann später einzeln pro Projektpartner.

Bestimmen Sie einen Auftraggeber, der das Projekt leitet und mit mir als Architekturfotograf kommuniziert. Auf diese Weise kann das Projekt mühelos abgewickelt werden, die Beteiligten werden nicht mit zu vielen Informationen überhäuft, und es kommt nicht zu Missverständnissen und Verzögerungen. Die Koordination zwischen den verschiedenen Parteien erfordert klare Absprachen bezüglich Termine, Bildrechte und spezifischen Wünsche und Anforderungen an das Bildmaterial.

Idealerweise definiert jede beteiligte Partei die Motivwünsche, so kann ich sichergehen, dass jeder Partner das bekommt, was an Bildmaterial benötigt wird. Zudem müssen sich alle Beteiligten auf einen Stil und das Qualitätsniveau einigen, das von mir als Fotograf umgesetzt werden soll.

Um von solch einer Kooperation zu profitieren, ist eine gute Vorbereitung essentiell. Teilen Sie Ihre Vision deutlich mit und stellen Sie sicher, dass alle Beteiligten sich über den Umfang des Projekts im Klaren sind. Eine reibungslose Kommunikation und gegebenenfalls ein Koordinator können den Unterschied am Weg zu einer erfolgreichen Kostenteilungs-Initiative ausmachen.

Wenn nach dem Shooting eine unbeteiligte Firma auftaucht und die Bilder auch verwenden möchte, wird diese den normalen Lizenzsatz zahlen müssen. Der ist aber deutlich höher als jener, den die Firma bei einer Kostenteilung bezahlt hätte. Der Grund dafür ist ganz einfach. Meine Kunden haben alle Anstrengungen im Vorfeld übernommen, Partner ins Boot geholt, Bildauswahlen getroffen – und wissen oft auch nicht 100%ig wie die endgültigen Bilder aussehen werden. Ein unbeteiligter Dritter würde sich einfach in das gemachte Nest setzen und weiß nach dem Shooting genau, wofür er bezahlt. Das finden wir gegenüber den ursprünglichen Auftraggebern nicht fair.

Im Normalfall stelle ich die Rechnung an die einzelnen beteiligten Partner. Das ist transparenter und ermöglicht vor allem genauere Abrechnung der Nutzungsrechte. Auf Wunsch kann ich aber auch eine Gesamtrechnung an den Auftraggeber stellen, der diese dann unter den beteiligten Partnern und sich aufteilt.

Für alle, die für deutlich geringere Produktions- und Lizenzkosten Zugriff auf eine große Auswahl an Bildern des Bauwerks wünschen. Vorteil ist auch, dass an sich mit konkreten Motivwünschen einbringen kann.

Für jene, die maximal 2-3 Motive aus der gesamten Auswahl benötigen. Da ist in der Regel der nachträgliche Lizenzerwerb beim Fotografen sinnvoller. Mit dem Nachteil, dass man an Motiven nehmen muss was da ist.


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